Wenn Dutzende Männer stolz ihre neuen T-Shirts mit dem Statement “Männer gegen Gewalt” auf der Brust präsentieren wollen, wird es selbst im Neuköllner Leuchtturm zu eng. “Männer gegen Gewalt” ist eines der neuen Projekte, die die Vätergruppe des Aufbruch Neu- kölln e. V. gestern bei einer Pressekonferenz vorstellte.
Ein weiterer Nutznießer der auf Männer ausgerichteten Angebote des Vereins um Kazim Erdogan ist zweifellos das Neuköllner Bezirksamt. “Unsere Angebote sind leider nicht immer passgenau”, räumt Jugend- und Gesundheitsstadtrat Falko Liecke ein. Dazu komme, dass vielen Menschen mit Migrationshintergrund das Vertrauen in bezirkliche Einrichtungen fehle: “Deshalb sind wir sehr dankbar für Projekte, die Tabuthemen aufgreifen und beim Überwinden von Hürden helfen.” Ob und wie der Bezirk das Engagement der türkischen Männergruppe unterstützen will, die durchaus deutliche Parallelen zu den Stadtteilmüttern aufweist, ließ Liecke offen. Darüber, sagte er, könne man sprechen.
17.04.2012 | Berliner Morgenpost / Florentine Anders
Dabei soll auch der Kinderschutz verbessert werden
Eigentlich sollen alle Familien von Neugeborenen einen Besuch vom Gesundheitsamt erhalten. So sieht es das Netzwerk Kinderschutz vor. Doch etwa ein Drittel der Eltern lehnt dieses Angebot ab. Der Bezirk Neukölln plant nun, durch Begrüßungsgeschenke die Akzeptanz der Hausbesuche erhöhen. Im März konnten in Neukölln 84 Familien der 363 geborenen Kinder nicht vom Amt erreicht werden. Im Februar scheiterte der vorgesehene Erstkontakt nach der Geburt bei 65 Familien und im Januar bei 35 Neugeborenen.
Berlinweit sind die Zahlen ähnlich. Im Jahr 2009 wurden 58 Prozent aller Säuglinge tatsächlich besucht. Zählt man Telefonate und Schriftverkehr dazu, gab es Kontakt zu 82 Prozent der Familien. Der Trend für 2010 sei etwa gleichbleibend, heißt es aus der Gesundheitsverwaltung.
„Wir machen enorme Anstrengungen um die Quote der Hausbesuche nach der Geburt zu steigern“, sagt Falko Liecke, Jugend- und Gesundheitsstadtrat von Neukölln (CDU). Immerhin sei es gelungen,seit 2007 den Anteil der erfolgreichen Erstkontakte zu verdoppeln. Trotzdem bleibe in dem jetzigen System eine Lücke. Wenn wiederholte Versuche die Familie zu besuchen erfolglos bleiben, seien die Mitarbeiter machtlos.
Der familienfreundliche Volksfest-Spaß im Grünen lädt auf das durch städtebauliche Maßnahmen erweiterte Festgelände Parchimer Allee neben dem grünen Gutspark Britz ein. Insgesamt 40 Schausteller haben tolle Attraktionen für die ganze Familie aufgebaut, darunter tolle Fahrgeschäfte wie „Take Off“ (15m hohe rotierende Scheibe), der Freefall-Turm „Drop Attack“ – für Junggebliebene, das Kult-Karussell „Break Dance“, „Top Spin“, die Nessi-Achterbahn und Jolly Joker, die einzige Verlosung mit Fahrstuhl. Der gemütliche, liebevoll dekorierte Biergarten an der brandneuen „Löwenhütte“ bietet zudem genügend Platz zum Verweilen und Schwofen. Der Eintritt zur Britzer Baumblüte ist übrigens an allen Tagen frei! Mehr hier...
Mit einer Auftaktveranstaltung im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Berlin Süd begann der erste „Tag des offenen Unternehmens“ in Neukölln-Südring. Diese gemeinsame Initiative Neuköllner Unternehmen und Neuköllner Schulen wird vom Unternehmensnetzwerk Neukölln-Südring e.V. organisiert und steht unter dem Motto „Neuköllner Unternehmen für Neuköllner Schüler“. Sie bietet Schülern der 9. und 10. Klassen aus sechs Neuköllner Schulen die Gelegenheit, sich mit einem Unternehmensbesuch über die Ausbildungsmöglichkeiten in der unmittelbaren Nachbarschaft zu informieren.
Die Mittelstandsvereinigung unterstützt durch die MIT FightNight - eine Wohltätigkeitsboxveranstaltung - verschiedene MIT Jugendpartnereinrichtungen. Damit zeigt die CDU nahe Wirtschaftsvereinigung, wie wichtig die Jugendförderung ist. Ich freue mich über diese Aktion!
Das Video zeigt "Hurricane" Boxer Karsten Blaschek, der für den Kampf trainiert...
Vor den diesjährigen Berliner Meisterschaften wurden unter anderen drei der erfolgreichsten Sportlerinnen des Berliner Verbandes geehrt. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Neukölln und Stadtrat für Jugend und Gesundheit Falko Liecke und der Präsident des Berliner Ju-Jutsu Verbandes Detlev Krause nahmen die Ehrung vor.
Julia Zwolinski und Jara Kohlstedt wurden Vizeweltmeisterinnen in der U21. Alicia Brückner belegte souverän den 1. Platz bei den Kodokan Open 2012 (Hamburg).
Alicia Brückner (EBJC), Julia Zwolinski und Jara Kohlstedt (BCB). - von links
Einer der weltweit größten Logistiker (10,4 Mrd. US $ Umsatz in 2011) hat in Neukölln eine erste Filiale eröffnet. Seit dem 01. Februar 2012 ist der neue Standort am Netz, zunächst mit 30 neuen Mitarbeitern; viele davon kommen aus Neukölln. Insgesamt sind in Berlin 1.700 Mitarbeit im Unternehmen beschäftigt, weltweit über 140.000. Grund für die Ansiedlung war vor allem die günstige Erreichbarkeit und die Nähe zum Flughafen BBI. "Damit spielt der Bezirk seine Vorteile aus, verkehrstechnisch günstig erreichbar zu sein, attraktive Gewerbeflächen anbieten und zudem wettbewerbsfähige Arbeitskräfte einbringen zu können. Mit Neukölln muss man immer rechnen", meint Falko Liecke bei seiner Begrüßungsrede vor der Geschäftsführung, den Mitarbeitern und vielen Geschäftspartnern des Unternehmens.
Verschwommener Blick und doppelte Haustür: Die Schüler auf der Messe "'Fit für die Straße!' No drinks – no drugs – no problems" können kaum eine Tür aufschließen. Grund: Die 1,3 Promille-Brille auf der Nase. Mit diesem Hilfsmittel können die Jugendlichen testen, wie sich Trunkenheit anfühlt - und das ohne einen Tropfen Alkohol. An rund einem Dutzend Ständen im Guttemplerhaus in der Wildenbruchstraße gab es zudem jede Menge Infos zum Thema.
Auf der diesjährigen Cebit wurde das mit der Hochschule für Wirtschaft und Recht und der Gesundheitsplanung entwickelte Pilotportal zur Angebotsstruktur der Neuköllner Gesundheitswirtschaft erstmals vorgestellt. Der Berliner IT Infrastrukturdienstleister für den öffentlichen Dienst - ITDZ - unterstützt das Vorhaben und stellt die Präsentationsfläche zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Vorstand Konrad Kandziora und dem hochschulseitigen Projektleiter Prof. Dr. Heinrich Bücker-Gärtner sowie den Studierenden wurden erste Ergebnisse präsentiert. Im Sommer soll das Portal vollständig an den Start gehen.